NIS2 in 2026: Warum Cybersicherheit jetzt Chefsache ist
Die Schonfrist ist vorbei. Mit dem Jahr 2026 ist die NIS2-Richtlinie von der Theorie in die volle betriebliche Praxis übergegangen. Für viele Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, bedeutet dies einen radikalen Paradigmenwechsel.
Darüber spricht Lars Pennekamp, Geschäftsführer der TIGGES DCO, in der zehnten Ausgabe des LIR Magazins für Deutschland (The Legal Industry Reviews). Das digitale Format entsteht in Zusammenarbeit mit führenden deutschen Wirtschaftskanzleien und beleuchtet aktuelle Entwicklungen der Rechtsbranche.
Die wichtigsten Takeaways für Entscheider:
- Vom IT-Thema zum Governance-Imperativ: Cybersicherheit ist kein reines „IT-Projekt“ mehr. Es ist ein zentraler Bestandteil der Corporate Governance und Compliance.
- Persönliche Haftung der Geschäftsführung: Ein Delegieren an die IT-Abteilung reicht nicht aus. Die Geschäftsführung muss Maßnahmen genehmigen, überwachen und kann bei Versäumnissen persönlich in die Pflicht genommen werden.
- Strenge Meldepflichten: Bei Sicherheitsvorfällen tickt die Uhr. Die erste Meldung muss oft innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Ohne klare Prozesse drohen empfindliche Bußgelder.
- Ganzheitlicher Ansatz statt Insellösung: NIS2 funktioniert am besten, wenn es mit bestehenden Strukturen (DSGVO, Risikomanagement) verzahnt wird.
Fazit: Wer NIS2 als Chance begreift, seine operative Resilienz zu stärken, sichert sich langfristig das Vertrauen von Kunden und Partnern in einer vernetzten Wirtschaft.
Hier geht es zur aktuellen Ausgabe der LIR Germany.
Wir danken dem LIR Team für die großartige Zusammenarbeit und professionelle Umsetzung und freuen uns schon auf die nächste Ausgabe.